Chronik des Feuerlöschwesens

 

Chronist: Michael Winkler

 

Das Feuerlöschwesen bis 1875

1800 Unter der französischen Besatzung hat Eppisburg große Einquartierungskosten zu tragen. Die französischen Soldaten werden bei den großen Bauerhöfen untergebracht, so auch im Hof HsNr. 22 (beim Rauner). Aus Unvorsichtigkeit der französischen Soldaten entsteht im Hof 22 eine Feuersbrunst, bei der 7 französische Soldaten ums Leben kommen. Das Feuer äschert auch die Sölden 20 (beim Kugler), 19 (beim Faustel), 18 (beim Kohler) und 17 (beim Bachbäck) ein. Lediglich das Wohnhaus von Haus 18 bleibt verschont.

1830 In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts brennt auch Haus 35 (heute Burgstr. 5) u 36 (beim Seiliese) nieder. Der Brand geht von Haus 35 aus.

1844 Die Sölde Haus 64 (beim Huzzele) wird ein Raub der Flammen.

1847 Der Blitz schlägt in den Hof Haus 9 (bei Mayerle) und brennt den Hof nieder. Der Hof 8 (beim Zemp) und die Sölde Haus 7 (Deil) werden vom Feuer erfaßt und brennen ebenfalls völlig ab.

1860 Die Brauereiwirtschaft (beim Bräu) wird vom Feuer völlig zerstört.

1866 Mit den Löschgeräten steht es früher sehr schlecht in Eppisburg. Die Gemeinden Holzheim, Weisingen, Altenbaindt, Ellerbach und Eppisburg hatten eine gemeinsame Spritze, die sehr viel Reparaturkosten macht, aber wenig nützt. Am 7. Januar wird nun eine vierrädrige Spritze für Eppisburg angeschafft um 1030 Gulden, geliefert von der Firma Kirchmeier aus München. Die Spritze muß aber zum Löschen aus Eimern und Fässern befüllt werden. Es ist für jeden Bürger Pflicht, sich an den Löscharbeiten zu beteiligen.

1875 Aus dem verbliebenen Rest des Zuschusses für den Ausbau der Durchgangsstraße läßt die Gemeinde um 702 Gulden ein Spritzenhaus erbauen. (heute Standort des Maibaums)

 

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr 1876

Der königlich bayerische Bezirksamtsvorsteher Regierungsrat Girisch hat am 29.7. in Eppisburg eine Gemeindevisitation vorgenommen. Bei dieser Gelegenheit empfiehlt der die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr. Der Bürgermeister berichtet am 30.08.1876 an das Bezirksamt, daß sich 36 junge Männer zum Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr bereit erklärt haben. Die Gründungsversammlung mit der Wahl des Kommandanten (Feuerwehrhauptmann) findet am 12.09.1876 statt.

  • Vorstand: Joseph Stegmüller *1828 +1893, Haus 31, Bürgermeister
  • Feuerwehrhauptmann Anton Wiedenmann *1849 +1938, Haus 9
  • Requisitenmeister: Michael Bunk *1845 +1912, Haus 77
  • Steigerzugführer: Joseph Mair *1848 +1918, Haus 63
  • Spritzenzugführer: Anton Scherer *1842 +1914, Haus 40
  • Signalist: Michael Beer *1849 +1924, Haus 28 ½

Stammbuch der Feuerwehr Die Eintragungen in das Stammbuch der Feuerwehr erfolgen erst um 1890. Die Eintragungen stammen der Schrift nach von Lehrer Friedrich Berger, der erst 1882 nach Eppisburg als Hilflehrer kommt, 1888 aber erst seine feste Anstellung als Lehrer in Eppisburg erhält und gleichzeitig auch Gemeindeschreiber wird. Bei der Chargenwahl am 15. Februar 1895 ist Lehrer Berger erstmals als Schriftführer genannt. Dem Stammbuch können nur 24 Gründungsmitglieder entnommen werden, obwohl es nach den ortsgeschichtlichen Aufzeichungen 36 sein müßten. Es ist zu vermuten, daß die Gründungsmitglieder, die 1890 bereits wieder ausgeschieden waren, auch nicht im Stammbuch vermerkt wurden.

Liste der Gründungsmitglieder am 12.09.1876

  • Stegmüller Joseph, geb. 1828, Bürgermeister u Vorstand, Haus 31
  • Wiedenmann Anton, geb. 1849, Feuerwehrhauptmann, Haus 9
  • Mair Joseph, geb. 1848, Steigermannschaft Zugführer, Haus 63
  • Scherer Anton, geb. 1846, Spritzenmannschaft Zugführer, Haus 40
  • Bunk Michael, geb. 1845, Spritzenmeister, Haus 77
  • Beer Michael, geb. 1849, Signalist, Haus 28 ½
  • Baur Johann, geb. 1847, Spritzenmannschaft, Haus 84
  • Bee Joseph, geb. 1855, Spritzenmannschaft, Haus 60
  • Bschorer Moritz, geb. 1846, Spritzenmannschaft, Haus 71
  • Egger Georg, geb. 1859, Spritzenmannschaft, Haus 13 ½
  • Ertl Julius, geb. 1842, Spritzenmannschaft, Haus 43
  • Grimminger Alois, geb. 1849, Spritzenmannschaft, Haus 8
  • Kapfer Josef, geb. 1851, Spritzenmannschaft, Haus 14
  • Köhle Michael, geb. 1847, Spritzenmannschaft, Haus 18
  • Mair Georg, geb. 1848, Spritzenmannschaft, Haus 19
  • Müller Sebastian, geb. 1844, Spritzenmannschaft, Haus 62
  • Raunft Balthasar, geb. 1851, Spritzenmannschaft, Haus 39
  • Selzle Johann, geb. 1851, Spritzenmannschaft, Haus 58
  • Wunderle Franz, geb. 1853, Spritzenmannschaft, Haus 25
  • Augart Mathias, geb. 1854, Steigermannschaft, Haus 78
  • Brenner Josef, geb. 1856, Steigermannschaft, Haus 26
  • Egger Johann, geb. 1846, Steigermannschaft, Haus 30
  • Schön Josef, geb. 1851, Steigermannschaft, Haus 28
  • Schön Michael, geb. 1853, Steigermannschaft, Haus 28

 

 

 

Freiwillige Feuerwehr von 1876 bis 1918

1878 Die Feuerspritze wird in eine Saugspritze umgebaut. Die Kosten belaufen sich auf 300 Mark. Die Feuerwehr erhält weitere Ausrüstungsgegenstände: Schubleiter, Hakenleitern, Feuerhaken, Seile.

24.06.1882 Wahl der Feuerwehrcargen, Vorstand wird Bürgermeister Anton Wiedenmann, Feuerwehrhauptmann wird Georg Mair von Haus 19

19.05.1889 Wahl der Feuerwehrchargen, Leonhard Kraus von Haus 60 wird Feuerwehrhauptmann

1889 Am 3.11.1889 um ½ 3 Uhr morgens brennt das Anwesen Nr 51 der Witwe Thekla Bosch nieder. Es wird Brandstifung angenommen. Der Kommandant Leonhard Kraus regt an, daß die Wasserresvoire jährlich gereinigt werden sollen.

1889 Am 20.11.1889 um ½ 12 Uhr nachts steht das Anwesen HsNr. 38 des Reiter Joseph durch Brandstiftung in Flammen. Der Besitzer Joseph Reiter wird deshalb und wegen des Brandes auf HausNr 51 zwölf Monate in Untersuchungshaft genommen.

1890 Am Morgen des 14. August zwischen 2 und 3 Uhr brennt der Dachstuhl des Kalkofens im Ziegelstadel des Josef Eser. Als Brandursache ist das Brennen von Löschkalk anzusehen.

1892-1896 Die Mannschaft wird mit Feuerwehrmützen, Helmen und Steigergurten ausgestattet.

1893 Inspektion durch den stellvertretenden Bezirksvorsteher Azesdorfer und Bezirkssekretär Kanter am 13.August: "Die heute in Eppisburg vorgenommene Inspektion der dortigen freiw. Feuerwehr hat nach jeder Richtung hin zufriedengestellt. Die Mannschaft zeigte guten Willen zur Feuerwehr und Sache."

1893 Am 30.11. nachts 12 Uhr gibt es wieder Feuer im Ziegelstadel des Josef Eser. Das Dach des Ziegelofens brennt ab. Durch das Umfallen der Spritze zieht sich der Maschinenmeister Michael Bunk Verletzungen am Fuß zu.

1894 Die Feuerwehr erhält einen Steigerwagen und eine Schlauchhaspel.

10.02.1895 Wahl der Feuerwehrchargen: Zum Vorstand wird Bürgermeister Mathias Wiedenmann von Haus 75 gewählt, Feuerwehrhauptmann wird Sebastian Heiland von Haus 35

1895 Am 10.9. um ½ 8 vormittags muß die Feuerwehr zu einem Stadelbrand beim Bäcker in Holzheim ausrücken.

1895 Der Steiger Joseph Behner erleidet bei der Feuerwehrübung am 29.9. einen Unfall. Er stößt sich den eisernen Spitz von der Stammstange der Steigerleiter durch den linken Vorderfuß.

1895 Am 1.10. um 8 ¼ abends fällt das Anwesen HsNr. 60 des Leonhard Kraus mit Wohnhaus, Stadel und Stall bei ungeklärter Ursache den Flammen zum Opfer. Die umliegenden Häuser können durch Bespritzen mit Wasser gerettet werden.

12.01.1896 Joseph Eser, Haus 38 wird Feuerwehradjudant

1896 Inspektion durch den Stadtschreiber Link und den königl. Regierungsrath und Bezirksamtmann Eschenbach von Dillingen am 28.Juni: "Die heutige Inspektion der hiesigen freiw. Feuerwehr ergab in jeder Richtung ein sehr befriedigendes Resultat. Die Schulung der Feuerwehr ist eine ebenso vorzügliche, wie die Leistungen derselben und wird daher der freiw. Feuerwehr volle Anerkennung gezollt."

1897 Am 2.2. um ½ 2 morgens wird die Eppisburger Feuerwehr nach Weisingen zum Einsatz beim Stall- und Stadelbrand des Sebastian Reitenauer gerufen.

1899 Im Spätsommer dieses Jahres wird die neue Wasserleitung mit Sammelschächten und Sammelbecken in der Schlacht und Rohrsträngen durch die westlichen Ortsteile hergestellt. Zu Feuerlöschzwecken werden Hydranten eingefügt. Als die Feuerwehr die Hydranten am Bach am 29.12. probieren will, da geht gerade der an der Straßenbiegung stehende alte, mit Stroh gedeckte Stadel von Haus 15 (beim Dischinger) in Feuer auf und brennt rasch vollständig ab. Die nächsten Hydranten erproben sich sehr gut, denn die Feuerspritze war eingefroren, und es ermöglicht der Feuerwehr, da glücklicherweise auch Windstille herrscht, die Rettung der Nachbarhäuser, besonders des nächst betroffenen Hauses Nr 68. Der Feuerwehrmann Benedikt Britzelmair erleidet dabei Brandwunden im Gesicht und an der linken Hand.

20.01.1901 Wahl der Feuerwehrchargen: Zum Vorstand wird Nikolaus Brenner, Haus 26 vom Gemeindeausschuß gewählt.

1906 An Pfingsten bauen nun 22 Anwesensbesitzer die zweite Wasserleitung, ebenfalls mit Hydranten zu Feuerlöschzwecken. Die Quellen werden von Bräu Mayershofer gekauft und mit Sammelgräben, Schächten und Wasserbehälter für den östlichen Ortsteil angelegt.

20.01.1907 Wahl der Feuerwehrchargen: Vorstand: Sebastian Heiland, Haus 35, Gemeindeausschuß, Feuerwehrhauptmann wird Alois Wiedenmann von Haus 75

1912 Zwei Knaben des Michael Beer (HsNr. 6) im Alter von 4-6 Jahren zünden am 11.10. um ½ 9 vormittags einen Strohhaufen an, der rasch auf Scheune und Stall des Anwesens HsNr. 6 übergreift und total einäschert.

15.10.1913 Lehrer Friedrich Berger verstirbt im Amte. In ehrendem Gedenken an den langjährigen Schriftführer der Feuerwehr legt diese einen Kranz am Grabe nieder

1914 – 1918 Die meisten Feuerwehrleute sind im Fronteinsatz, sodaß die Übungen von den Daheimgebliebenen durchgeführt werden. Brände sind nicht zu verzeichnen. 16 Feuerwehrkamerden sind aus dem 1.Weltkrieg nicht mehr zurückgekehrt.

 

Freiwillige Feuerwehr von 1919 bis 1945

Die Feuerwehr nimmt mit Abordnungen zusehens an Veranstaltungen des gemeindlichen und kirchlichen Lebens teil. 

29.06.1919 Wahl der Feuerwehrchargen, Vorstand wird Mathias Eser von Haus 38, Kommandant: Josef Kraus von Haus 18

21.5.1923 Nachwahl der Feuerwehrchargen: Vorstand: Anton Scherer, Haus 21, Bürgermeister

1929 Am 29. Nov gegen 3 ¼ Uhr morgens brennt der Dachstuhl des Stadels im ehem Bäurlehof. Die Gebäude des Hofes (ohne Grundstücke) hatte im April 1929 ein Peter Baumeister aus Ellerbach käuflich erworben. Die Brandursache ist noch nicht geklärt, doch wird Brandstiftung vermutet.

1930 Am 14.7. morgens um ½ 4 Uhr brennt es im Anwesen 29 bei Weishaupt. Die Holzhütte mit Ackergeräten und Wellholz ist abgebrannt, Brandstiftung aller Wahrscheinlichkeit nach. Am 11.8. gegen 11 Uhr nachts wird der Stadel der Witwe Mayershofer Gastwirtin mit den Heuvorräten und dem bis dahin geernteten Getreide und Stroh ein Raub der Flammen. Vermutet wird Brandstiftung. Am 20. August, kaum ist man von dem Schrecken durch den Brand am 11.8. etwas erholt, gellen zur Mittagsstunde des 20. August wieder Feuerrufe durch das Dorf. Bei Wiedenmann Nikolaus, Haus 9 ½ wird durch Heißlaufen der Transmission beim Maschinendreschen ein Brand verursacht. Der gut erhaltene Stadel mit Vorräten und Geräten wird vernichtet. Gleichzeitig erleidet auch der Besitzer bei seinem Bemühen, dem Feuer Herr zu werden, schwere Brandwunden im Gesicht und an den Armen. Sein Knecht Ferdinand Egger kann ihn gerade noch rechtzeitig aus den Flammen retten. Am 11. Oktober nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr wird der Landwirt Joseph Renner von einem Brandunglücke heimgesucht. Während er mit seinen Angehörigen im Stadel beim Maschinendreschen ist, macht der 7jährige Bub seines Nachbars Kaspar Baur ein Feuerchen am nahe gelegenen Nußbaum. Nur zu rasch greifen die Flammen auf das locker aufgestapelte Stroh über und ein Windstoß treibt sie in die Scheune, wo die Leute dreschen. Mit Müh retten sie sich, die kleinen Kinder und das Vieh. Ein großer Teil der Futtervorräte, das in Säcken stehende Getreide und erhebliche Mengen Stroh büßen sie mit der Scheune und dem Stall ein. Vom Wohnhaus ist auch ein Teil durch Flammen vernichtet und das übrige nicht mehr bewohnbar.

22.01.1933 Um 5 Uhr früh wird die Feuerwehr wegen Brandes des Holzschuppens und Schweinestalls im Anwesen HsNr. 1 Stotz Josef gerufen. Als Brandursache kommt die Entleerung noch glühender Asche im Holzschuppen in Betracht.

1934 Die bei der Schmiede befindliche Schmiedenlache wird renoviert und mit einem Sammelschacht zu Feuerlöschzwecken versehen. Am 10. Juni wird der Bürgerbrunnen der Öffentlichkeit übergeben.

07.04.1935 Bürgermeister Anton Scherer wird zum Ehrenvorstand ernannt.

1935 Die Gemeinde kauft eine Feuerwehrleiter. - Inspektion am 25.Mai durch den Regierungsbrandinspektor Ewert aus Lauingen: "Fußübungen sehr gut, Geräteübungen ebenfalls, Geräte in Ordnung, zu wenig Schläuche, Geist sehr gut."

1937 Der langjährige Kommandant Kraus Josef wird zum Bezirksbrandmeister ernannt.

13.9.1943 Bürgermeister Anton Scherer verstirbt im Amte. Anton Stegmüller tritt die Nachfolge im Amtes des Vorstandes an. Zum ehrenden Gedenken legt die Feuerwehr einen Kranz nieder.

1939 – 1945 Fast alle Feuerwehrkameraden werden zur Wehrmacht eingezogen. Der Dienst nach den neuen Regeln des Führers wird regelmäßig durchgeführt. Die Feuerwehr ist fast ständig in Alarmbereitschaft. Eppisburg wird von Fliegerangriffen, Bombenabwürfen und Bränden verschont. Beim Einmarsch der US-Armee war jegliche Tätigkeit verboten worden. Erst nach dem Abzug der Amerikaner und der politischen Neuordnung kann auch die freiwillige Feuerwehr ihre Tätigkeit wieder aufnehmen. Es dürften keine Neuwahlen stattgefunden haben. Die einzelnen Chargenmitglieder sind soweit notwendig ernannt worden. 28 Feuerwehrkameraden mußten im 2.Weltkrieg ihr Leben lassen.

 

 

Die Freiwillige Feuerwehr von 1947 bis heute

1947 Inspektion am 6.8. durch Kreisbrandinspektor Josef Dietrich aus Höchstädt: "Anläßlich der angeordneten Feuerschutzwoche wurde eine ernstfallmäßige Übung abgehalten. Diese ist zur besten Zufriedenheit ausgefallen. Es wurde angeregt, die veraltete Handdruckspritze durch ein moderneres Gerät zu ersetzen. Außerdem ist geplant, ein neues Feuerwehrhaus zu erstellen.

1950 Inspektion am 8.10. durch Kreisbrandinspektor Josef Dietrich aus Höchstädt: "Die Wehr wurde unangemeldet besichtigt. Die Mannschaft hat die verlangte Aufgabe mit allem Fleiß geschafft. die tüchtige Wehr ist in guten Händen. Besonders lobenswert ist das große Interesse des H. Bürgermeisters u. der Gesamtfeuerwehrschaft. Zu empfehlen ist der Besuch der Feuerwehrschule. Die Ausrüstung ist sehr gut und auch herrscht Ordnung im Gerätehaus."

Hier enden die Aufzeichnungen in den Stammbüchern der Feuerwehr. Sie beginnen erst wieder mit dem dritten Stammbuch bei Kommandant Müller im Jahre 1965. Für die Zeit bis 1965 ist nichts verzeichnet, daß die Freiwillige Feuerwehr öffentlich in Erscheinung getreten wäre.

29.5.1952 Der Gemeinderat beschließt die Anschaffung von weiteren Ausrüstungsgegenständen für die Feuerwehr, wie Helme und Feuerwehrröcke.

1953 Am 29.3. wird etwa 2 Tagwerk Wald im "Tiefental" mit einigen hundert Jungfichten ein Raub der Flammen. Zwei Burschen hatten beim Spazierengehen einen brennenden Zigarettenstummel weggeworfen.

1965 Am 4.2. findet im Gasthaus Krone die Neuwahl des Kommandanten statt: Kommandant: Johann Müller, Stellvertreter: Franz Hörbrand. Die Wehr übernimmt den Ordnungsdienst bei örtlichen Veranstaltungen und beteiligt sich an Festumzügen.

1973 Inspektion am 7.5. durch Kreisbrandinspektor Schwing und Kreisbrandmeister Schmied

1975 Inspektion am 10.5. durch Kreisbrandinspektor Schwing und die Kreisbrandmeister Schmied und Schwarzbart

1979 Am 27.4. kommt es zur Gründungsversammlung des Feuerwehrvereins mit Wahl einer Vorstandschaft

  • 1. Vorstand: Nikolaus Dietrich
  • 2. Vorstand: Franz Schlögl
  • Schriftführer: Michael Winkler
  • Kassierer: Josef Maier

Am 21. u. 22.7.1979 feiert die Feuerwehr ihr 100jähriges Gründungsfest mit Weihe des neuen Feuerlöschfahrzeuges. Die Feuerwehr stellt seitdem alljährlich am 30.4. den Maibaum auf

                                                Bilder Fahrzeugweihe

 

1980 Am 16.6. bei Bauarbeiten zum Haus 39 1/2 Kaspar Baur kommt der Autokran kurz nach 13 Uhr mit der nahe gelegenen Hochspannungsleitung in Berührung und fängt Feuer. Beim fluchtartigen Verlassen des Kranes erleidet der Kranfahrer durch einen Stromschlag schwere Verletzungen. Außer dem Kran, der stark beschädigt wurde, sind keine weiteren Materialschäden aufgetreten.

1981 Die Feuerwehr muß am 13.11. um 03.30 Uhr auf Anordnung der Polizei einen Kabelhaufen am Zusamaltheimer Kiesweiher löschen. Dieser Bereich ist außerhalb der Zuständigkeit unserer Wehr.

1983 Am 10.6. kommt das Heuwehrgerät am Heustock des Ernst Brenner zum Einsatz.

Vom 1. bis 4.7.1983 feiert die Feuerwehr das Fest der Fahnenweihe   Bilder Fahnenweihe

Vom 6. bis 8.7.1984 übernimmt die Feuerwehr die Patenschaft zur Fahnenweihe bei den Kameraden in Ellerbach

1985 Infolge Blitzschlags am 18.5.1985 um 18.45 Uhr beim Anwesen Xaver Kummer wird der Kuhstall mit Scheune und Heuvorräten ein Raub der Flammen. Das Vieh kann gerettet werden. Am 28.5. um 19.15 rückt die Feuerwehr zum Katastrophenfall nach Hausen bei Villenbach und erneut am 29.5. um 1.15 Uhr nach Wertingen aus. Infolge Hochwassers der Zusam müssen Keller leer gepumpt werden.

1986 Am 26.2. bricht um 10.30 Uhr ein Brand in der Pfarrkirche in Eppisburg durch Überhitzen eines Heizers im Beichtstuhl aus. Zum Löschen kann die Kirche nur mit schwerem Atemschutzgerät durch die Feuerwehr Holzheim betreten werden. Die Kirche muß hernach vollständig renoviert werden.

1986 Inspektion am 14.5. durch Kreisbrandrat Hieber

1987 Am 14.3. Neuwahl des Kommandanten Franz Wöflel, Stellvertreter Johann Widmaier

1989 Am 24.9. wird die Feuerwehr zum Brand im Anwesen Dieminger nach Holzheim gerufen.

1990 Infolge des Sturms Wibke 28.2. auf 1.3. muß die Verbindungsstraße Ellerbach-Eppisburg geräumt werden. Das Dach des Feuerwehrgerätehauses muß repariert werden.

1990 Das Feuerwehrhaus wird umgebaut und wird vom 10. bis 12.8. eingeweiht.     Bilder Umbau

1991 Am 31.3. um 13.40 wird die Feuerwehr zum Zimmerbrand bei Hans Widmaier gerufen. Am 8.11. um 22.50 brennt die Gartenlaube bei Konrad Muff nieder.

1994 Unwetter mit Hagel am 23.5. - Wasser im Keller von Karlheinz Muff

1997 Am 29.4. gegen 17.00 brennt es im Wald von Georg Höß am Tiefental.

1998 Verursacht durch einen defekten Kamin kommt es am 2.2. gegen 20.45 Uhr in der Gastwirtschaft beim Kirchenwirt zu einem Schwelbrand des Fehlbodens im Dachgeschoß. Die Löscharbeiten müssen bei eisiger Kälte vonstatten gehen.

1999 Am 6.3. Neuwahl des Kommandanten Jürgen Dietrich, Stellvertreter Werner Stegmüller. Am 18.8. brennt der Bauwagen der Eppisburger Jugend beim Regenüberlaufbecken

2001 Am 20.4. Brand bei Eser Josef - Am 1.8 Waldbrand zwischen Eppisburg und Binswangen

2004  Der Feuerwehrverein blickt auf 25 Jahre Vereinstätigkeit zurück (13.03.)

 

 

 

Vorstände, Feuerwehrhauptmänner und Kommandanten

Vorstand

  • 1876-1882 Joseph Stegmüller, Haus 31
  • 1882-1895 Anton Wiedenmann, Haus 9
  • 1895-1901 Matthias Wiedenmann, Haus 75
  • 1901-1907 Nikolaus Brenner, Haus 26
  • 1907-1913 Sebastian Heiland, Haus 35
  • 1919-1923 Matthias Eser, Haus 38
  • 1923-1943 Anton Scherer, Haus 21
  • 1943-1945 Anton Stegmüller, Haus 28
  • 1945-1958 Nikolaus Brenner, Haus 26
  • 1958-1978 Meinrad Mayr, Haus 67 1/2
  • 1978 -2007 Nikolaus Dietrich, Haus 17
  • 2007 – heute Karl Brenner

Feuerwehrhauptmann

  • 1876-1882 Anton Wiedenmann, Haus 9
  • 1882-1889 Georg Mair, Haus 19
  • 1889-1895 Leonhard Kraus, Haus 60
  • 1895-1907 Sebastian Heiland, Haus 35
  • 1907-1913 Alois Wiedenmann, Haus 9

Kommandant

  • 1919-1944 Josef Kraus, Haus 18
  • 1944-1948 Andreas Kapfer, Haus 14
  • 1948-1950 Erwin Wiedenmann, Haus 22
  • 1950-1953 Alban Scheider, Haus 77
  • 1953-1956 Johann Widmaier, Haus 71 1/2
  • 1956-1965 Josef Ehnle, Haus 8
  • 1965-1987 Johann Müller, Haus 66
  • 1987-1999 Franz Wölfel
  • 1999 - heute Jürgen Dietrich